Die Kombination Haus und "Tagelöhner" sehe ich auch problematisch.
So ein Haus ist halt Aufwand in Instandhaltung und Bau und erfordert in erster Linie erstmal Land und wer Land hat, ist Bauer und arbeitet dort.
Wenn man kein Land hat (was wohl auf die meisten zutrifft), muss man sich Arbeit suchen, würde dann aber da wohnen wo man gerade arbeitet (Hof, Schmied, etc.). Denn das Konzept, zur Arbeit zu pendeln ist in der Tat sehr modern.
Als richtiger "Tagelöhner" könnte man eigentlich nur in Städten arbeiten, da man sich ja täglich neu um Arbeitsverhältnisse bemüht (daher Tagelöhner, weil man eben nicht dauerhaft irgendwo im Dienstverhältnis steht sondern immer nur tageweise Jobs hat).
Was es aber sicher auch früher schon gegeben hat sind "Reisegewerbe", die einige Spezialisierung erfordern aber nicht immer an einem Ort Kunden finden.
Jemand der zum Beispiel Zahn-und Hufpflege von Schafen gut kann oder sich besonders mit Dachinstandsetzung auskennt, oder Bootsbau, oder Backofenbau oder Brunnenbau oder der berühmte "Kesselflicker" könnte durchaus von Hof zu Hof ziehen und dort seine Leistungen anbieten und weiterziehen wenn alles dort erledigt ist. Aber auch der hätte kein Haus. Denn ein Haus ohne anwesende Bewohner wird schnell ein Haus ohne Inventar und dann ein Haus ohne Dach 